Race Around Austria 2020

Ein Mal rund um Österreich radeln? 2.200 Kilometer und ca. 30.000 Höhenmeter bewältigen? Klingt eigentlich nach einem schönen 14-tägigen Radurlaub…aber nicht für Bianca und Dominik! Denn unsere Spezialisten auf der Langdistanz stellten sich am 12. August beim Race Around Austria der Herausforderung, diese Distanz im 2er Team Nonstop zu absolvieren. Wenngleich beide bereits einige Erfahrung und Erfolge bei Langstreckenrennen sammeln konnten, so stellte dieses Rennen dann doch eine neue Challenge dar. Am Mittwoch, den 12.08., pünktlich um 10:30 Uhr verließen die beiden die Startrampe.

Im Uhrzeigersinn ging es dann rund um unser Land…zuerst Richtung Norden nach Braunau und von dort aus immer die Grenze entlang. Dabei wurden unseren Athleten zahlreiche Hürden in den Weg gestellt – das hügelige (und zermürbende) Mühlviertel, die endlosen Flachpassagen in Niederösterreich, konstanter Gegenwind im Burgenland, abermals zermürbende Hügeln in der steirischen Weinlandschaft und zahlreiche Alpenpässe wie Großglockner, Gerlospass, Kühtai, Silvretta Hochalpenstraße, Faschinajoch, Hochtannbergpass, Dientner Sattel und vieles mehr.

Doch nicht nur die Topologie verlangte den beiden einiges ab. Ab der zweiten Nacht waren Gewitter und starke Regenschauer ständige Begleiter beim Radeln. Zudem machten sich vor allem bei Dominik erste körperliche Beschwerden bemerkbar, die er jedoch durch seine mentale Stärke großteils ausblenden konnte. Gepaart mit zunehmendem Schlafentzug (beide Athleten mussten insgesamt mit ca. 3-4 Stunden Schlaf auskommen) machte das RAA seinem Namen als „härtestes Radrennen in Europa“ alle Ehre.

Die Strategie der beiden schien trotz der schwierigen Umstände voll aufzugehen. Die geplanten 30-minütigen Intervalle sowie eine längere Ablöse in der Nacht (ca. 1,5 Stunden) ermöglichten ein hohes Tempo das ganze Rennen hinweg. Angeheizt durch ein hunderte Kilometer langes Battle mit einem anderen 2er Team schafften es die beiden, ihre Bestleistung abzurufen. Vor allem Bianca bewies während des Rennens ihre unglaubliche mentale Stärke – nahezu ohne Einbruch und nur mit wenigen Beschwerden spulte sie Kilometer um Kilometer ab, fast immer mit einem Lächeln auf den Lippen.

Nach einer unglaublichen Zeit von 3 Tagen 7 Stunden und 27 Minuten beendeten die beiden dann ihr bisher größtes Radabenteuer und überquerten in St. Georgen die Ziellinie – überglücklich und doch etwas müde. Mit dieser Zeit konnten sich die beiden als Mixed Team den beeindruckenden 3. Platz bei allen 2er Teams sichern!!!

Wir gratulieren unseren beiden Dieselmotoren und bedanken uns bei der Betreuercrew und allen Fans, welche die beiden an der Strecke oder mittels virtuellen Anfeuerungen unterstützt haben.

Credits: Florian Rogner
Credits: Florian Rogner
Credits: Florian Rogner
Credits: Florian Rogner

2 Kommentare

  • Christof Zach

    Hab Euch per Liveticker verfolgt und mitgefiebert! Gratulation zu dieser absoluten TOP Leistung!

  • Werner Bauer

    Gratulation nochmals zu Eurer für mich unvorstellbaren, grandiosen Leistung!
    Ihr seid ein Hammer und ich hatte Gänsehaut, als ihr in St. Georgen Richtung Zielrampe gerollt seid.
    Beeindruckend auch die Bilder und Videos, wo man zumindest ansatzweise erahnen kann, was da bei Euch abging

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code