URC Kaindorf

Wir schreiben Samstag, den 20. Juli. Es ist 06:00 Uhr und die Sonne lacht vom Himmel. Bei bereits 18° C starten die Teilnehmer des 12 Stunden Rennens in Kaindorf in ihre erste Runde. Unter den Radlern auch drei Athleten unseres Radteam Leoben – Werner Finger, Johann Körner und Bianca Bischof versuchten ihr Glück auf dem ca. 19 Kilometer langen Rundkurs, den es innerhalb von 12h so oft wie möglich zu absolvieren galt.

Werner „long distance junkie“ Finger und Johann „je länger desto besser“ Körner zogen von Anfang an ein sehr hohes Tempo an. Nachdem sie eine ca. 6-köpfige Spitzengruppe ziehen lassen mussten, bestimmten sie in der ersten Verfolgergruppe maßgeblich das Tempo mit. Viel Führungsarbeit und ein hohes Tempo in den Anstiegen machten sich aber spätestens im letzen Renndrittel bemerkbar. Sowohl Werner als auch Johann (und eigentlich auch alle anderen Fahrer) begannen sehr unter den Strapazen und den saunahaften Temperaturen zu leiden. Trotzdem gaben sie nicht auf und kämpften sich Runde für Runde durch. Am Ende konnten sie beide 21 Runden absolvieren und nach 376 Kilometern im Ziel vom Rad steigen. Werner erreichte damit den 13. und Johann den 16. Platz overall.

Auch Bianca startete bei den 12h mit dem klaren Ziel, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Dementsprechend motiviert ging sie ins Rennen. Von Beginn an fand sie einen guten Rhythmus, den sie für die nächsten acht Stunden auch super halten konnte. Dann begannen auch bei ihr die ersten Ermüdungserscheinungen einzutreten. Nichtsdestotrotz fuhr sie – von Beginn an in Führung liegend – unbeeindruckt weiter. Zu diesem Zeitpunkt war ihr Vorsprung auf die zweite Dame bereits 15 Minuten. Nach 12 Stunden standen dann unglaubliche 23 Runden und 411 (!!!!) zurückgelegte Kilometer auf ihrem Konto. Das reichte nicht nur für den Sieg in der Damenwertung, sondern ließ auch viele ihrer männlichen Kollegen staunen – schließlich wäre sie auch in der Männerwertung in die Top 10 gefahren.

Last but gewiss nicht least kommen wir noch zu Claus „Wattschmiede“ Wittner, der beim 6h-Bewerb startete. Pünktlich um 12 Uhr mittags bei ca. 35° C ging es für ihn los. Wie auch die anderen schlug er vom Start weg ein sehr hohes Tempo an, was sich auch bei ihm rächte: Die hohen Temperaturen setzten ihm zu, doch die Anfeuerungen vom Streckenrand peitschten ihn immer weiter – am Ende verpasste er nach einer wirklich tollen Vorstellung (11 Runden und 196 Kilometer) die Top 10 nur um vier Minuten.

Wir gratulieren zu den wieder einmal beeindruckenden Leistungen unserer Sportler – ihr seid ein Wahnsinn!!!

PS: Dominik musste seinen Start über die 12h nach einem Trainingssturz und leichten Verletzungen leider absagen. Natürlich war er aber trotzdem vor Ort und betreute unsere Kollegen vom Straßenrand aus!

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